Belletristik

Die Ära der Tiffany Weh

Die Krone des Schaefers von Terry Pratchett

Autor: Pratchett, Terry
Titel: Die Krone des Schäfers
Sprache: Deutsch
Umfang: 384 Seiten
Jahr: 2017
Format: Taschenbuch (Klappenbroschur)
Originaltitel: The Shepherd’s Crown
Verlag: Goldmann
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-442-48630-4



Vielen Dank an das Random House bloggerportal und den Verlag für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars!


Inhalt:

Wer wird die Nachfolge von Eigentlich-nicht-Hexenanführerin-aber-irgendwie-doch Oma Wetterwachs antreten, nun, da sie von uns gegangen ist? Eine Ära endet und eine neue beginnt. Und zwar die von Tiffany Weh. Junghexe und durch Oma Wetterwachs bestimmte Nachfolgerin ebenjener.
Zwar fühlt sich Tiffany zu Beginn der Aufgabe nicht gewachsen – vor allem da sie jetzt zwei Reviere zu betreuen hat und die Elfen wieder in die Menschenwelt eindringen – doch wächst sie schnell in Oma Wetterwachs‘ Stiefelabdrücke. Beziehungsweise in ihre eigenen.

Zusammen mit den „Wir-sind-die-Größten!“ und der Omas Katze „Du“ gibt Tiffany ihr bestes um sowohl ihren Arbeitsalltag als auch die Bedrohung durch die Elfen zu bewältigen.


Meine Gedanken zum Buch:

Man merkt, dass diese Geschichte nicht von Terry Pratchett selbst vervollständigt wurde. Als unvollständiges Skript wurde sie aufgrund seiner Notizen und Gedanken (die er seiner Familie hinterlassen hat) ergänzt.
Wie Roy Wilkins im Nachwort schon richtig schreibt, hätte aus diesem Werk vermutlich noch viel mehr werden können. Alleine der Wortwitz und die kleinen Raffinessen, die Terry Pratchett ausmachten, fehlen schlichtweg.

Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte gut gefallen. Nanny Ogg (ihres Zeichens Schnapsdrossel vom Dienst und gutherzige Mutti) sorgt dafür, dass man sich doch zuhause fühlt, obwohl Oma Wetterwachs nicht mehr ist und man Tiffany nicht ganz so gut kennt wie die beiden alten Damen (die sehr laut gegen das „alt“ protestieren würden).


Lieblingszitat:

Der Königin verrutschte das holde Antlitz, und sie durchbohrte den dreisten Kerl mit Blicken.


Mein Fazit:

4

Wem die Scheibenwelt genauso ans Herz gewachsen ist wie mir, der wird sich dieses Buch auf jeden Fall zu Gemüte führen (müssen). Es ist das letzte der Bücher, die von Terry Pratchett (fast) vollständig geschrieben wurden und wirkt auf mich auch irgendwie wie ein kleiner Abschied.
Auch wenn Oma Wetterwachs nicht mehr ist, wird der „Nachwuchs“ das Kind schon schaukeln. So wie die jungen Autoren nach Terry Pratchett das Erbe weiter tragen werden. Zwar nicht mit dem gleichen Charme und auf die Weise, die wir gewohnt sind, aber dennoch kriegen sie das schon hin.


Happy Reading! ❤
~Rain

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2 Kommentare zu „Die Ära der Tiffany Weh

    1. Mir war auch nicht bewusst, dass er sein letztes Buch den Hexen gewidmet hat. Das Nachwort erklärt wirklich einiges – ein bisschen hätte ich mir gewünscht, dass das Nachwort das Vorwort gewesen wäre, dann hätte ich mich besser auf den abweichenden Stil einstellen können.
      Nichtsdestotrotz eine tolle Geschichte! 🙂

      Gefällt 1 Person

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