Belletristik

Verblasste Erinnerungen

Du erinnerst mich an morgen von Katie Marsh
Autor:
 Marsh, Katie
Titel: Du erinnerst mich an morgen
Sprache: Deutsch
Umfang: 432 Seiten
Jahr: 2017
Format: Taschenbuch (Klappenbroschur)
Originaltitel: A Life Without You
Verlag: Diana
Preis: 12,99€
ISBN: 978-3-453-29190-4



Vielen Dank an das Random House bloggerportal und den Verlag für das Bereitstellen dieses Rezensionsexemplars!


Inhalt:

An dem Tag, der eigentlich ihr glücklichster sein sollte (ihre Hochzeit mit Jamie), lässt Zoe ihren Traummann am Altar stehen um dem Hilferuf der besten Freundin ihrer Mutter Gina zu folgen.
Seit zehn Jahren hatten Zoe und Gina keinen Kontakt mehr. Aber als Megs (Ginas beste Freundin) Zoe anruft um ihr zu sagen, dass Gina in Schwierigkeiten steckt und auf dem Polizeirevier festgehalten wird, lässt Zoe alles stehen und liegen um ihrer Mutter beizustehen. Im Brautkleid.

Wie sich herausstellt, baut Ginas Verstand nach und nach ab. Sie wird vergesslich, erkennt manch Bekannten nicht mehr, weiß nicht mehr wo sie wohnt. Nach und nach finden Mutter und Töchter wieder zueinander und versuchen mit Ginas Krankheit umzugehen.


Meine Gedanken zum Buch:

Was anfangs als Gejammer Zoes begann (gut, zwischendrin jammert sie auch noch gut…) im Stile von „ach ich weiß nicht… soll ich wirklich? Ich arme Frau. Meine Kindheit war schwer, meine Mutter ist blöd usw.“, wandelt sich nach und nach in eine Mutter-Tochter-Beziehung, die man nachfühlen kann.
Auch wenn ich zwischendurch die Gedanken hatte „… Ja und? Was stellt sie sich jetzt so an?“, kann man den einen oder anderen Grund nachvollziehen, weshalb Mutter und Tochter sich in Zoes Teenager-Jahren auseinander gelebt haben. Wobei… Eigentlich hätten diese ganzen Spannungen und Probleme zwischen den beiden ganz einfach durch Reden gelöst werden können. Aber sowohl Mutter (Gina) als auch Tochter (Zoe) waren wohl noch nie gut darin, der jeweils anderen ihre Gedanken und Gefühle mitzuteilen. Und das obwohl Zoes Beziehung zu ihrer Mutter in Kindertagen immer sehr eng war.

Der Anfang des Buches hat sich, meiner Meinung nach, etwas gezogen, das Erzähltempo zieht dann zum Glück in der Mitte des Buches etwas an und die Geschichte wandelt sich dann doch noch zu etwas Schönem.
Schön fand ich die Idee, die „normal“ erzählten Kapitel mit Geburtstags-Briefen Ginas an Zoe im Wechsel anzuordnen. Dadurch kristallisierte sich noch ein ganz anderer Einblick in Ginas Sicht der Dinge heraus.


Lieblingszitat:

„Würden Sie sich bitte die folgende Adresse merken: Hamilton Street 29, London.“

(Ich konnte nicht anders. Sobald irgendwo Hamilton fällt, bin ich dabei. 😀 )


Mein Fazit:

3

Alles in allem hat mir das Buch ganz gut gefallen.
In letzter Zeit beschäftige ich mich immer mehr mit dem Thema Demenz und Pflege der eigenen Eltern, weshalb ich dieses Buch wahrscheinlich auch ausgewählt habe. Wäre der Einstieg nicht so zäh gewesen und wäre mir Zoe durch ihr Gejammer nicht so auf die Nerven gegangen, hätte ich es wahrscheinlich noch besser gefunden.


Happy Reading! ❤
~Rain

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